"Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken
werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen
werdet. Ist nicht das Leben mehr denn die Speise und
der Leib mehr denn die Kleidung? Sehet die Vögel unter
dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie
sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer
Vater nähret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn
sie?"
Erinnerungen an mein Kindsein, Erinnerungen an das
geraubte Kind, das der Lebenshass der anderen weg
sperrte, Erinnerungen an das, was mir viele Jahre an
fragmentarischen Resten meiner Ur-Lebensfreude blieb.
Auch Erinnerungen an die letzten zwanzig Jahre, jeder
Tag ein Weg der Zurückeroberung.
Erinnerungen sind mir treuer Begleiter. Nein, ich lebe
nicht in der Vergangenheit, sie ist nur ein Teil von mir,
vieles unvergessen, nichts jedoch mit Wehmut oder Zorn
betrachtet. Vergangene Tage führen mich wie eine Brücke
durch die Zeit, tragfähig und mit Geländer für stürmische
Zeiten. Meine Erinnerungen sind mir Zeugnis, gelebt zu
haben.
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