Information zur Abwrackprämie
Ein PKW verursacht nicht nur im Betrieb CO2-Emissionen,
Energie- und Ressorcenverbrauch. Über die gesamte
Lebensdauer betrachtet fallen etwa 30 % der gesamten
negativen Umweltwirkung eines PKW bei Herstellung und
Abfallverarbeitung an. Bei PKWs die aufgrund der
Abwrackprämie schon nach neun Jahren verschrottet werden
beträgt der Anteil negativen Umweltwirkungen außerhalb der
eigentlichen Nutzungsspanne sogar 50 % - die Bilanz der
Abwrackprämie, mit ihren kaum 35 % Vermeidungspotential
durch Modernisierung ist damit unter dem Gesichtspunkt
ökologischer Produktbilanz negativ. Daten: miprox.de
Und, damit wir das auch nicht vergessen:
...
Hinzu kommen noch weitere negative Effekte durch den
großen Ressourceneinsatz bei der Autoproduktion. Neben der
eigentlichen Rohstoffgewinnung und Verarbeitung für die
PKW-Produktion werden nach [extern] Angaben des World
Wide Fund For Nature (WWF) zur Herstellung eines PKW
auch noch durchschnittlich 450.000 Liter Wasser benötigt.
Deutsche Autohersteller als Klimaschutz-Ignoranten
Negativ-Rekord im europäischen Vergleich
Deutschland sieht sich gerne als Vorreiter im Klimaschutz –
die deutschen Autohersteller jedoch stehen bisher eher als
Klimabremser dar: Eine Studie des Europäischen Verbandes
für Verkehr und Umwelt kommt zu dem Ergebnis, dass die
großen deutschen Autohersteller vor allem durch
überdurchschnittlichen Spritverbrauch und damit
Klimabelastung glänzen.
Zu GUTER letzt:
Die städtische Verkehrsplanung steckt in der Klemme. Auf
der einen Seite gibt es zu viele Autos, auf der anderen Seite
gibt es gerade in den Pendlerstädten große Vorbehalte gegen
die öffentlichen Verkehrsmittel. Das Idealbild von der
autogerechten Stadt ist hinter Staub und Lärm
verschwunden. Da erklärt nun der Pariser Bürgermeister:
"Das Auto hat in der Großstadt keine Zukunft mehr!"
Ein Diktum, das europäische Medien mit Rufen wie "Rad-
Revolution!" oder "Öffentliche Fahrräder an die Macht!"
begleiten. Denn immer mehr Städte bieten öffentliche
Fahrradmietstationen an. Die findet man in Brüssel wie in
Helsinki, in Wien, Stuttgart oder Barcelona, und nun eben auch
in Paris. Als gäbe es dort kein Metro-Netz mit 300 Stationen,
zählt man bereits nach drei Monaten über sechs Millionen
Radentleihungen.
Damit kein falsches Bild von mir entsteht -
ich habe mich mit der Verkehrsituation arrangiert, fahre
Fahrrad, fahre viel Fahrrad und gerne. Und trotzdem gehört
mein Kommentar, auch in dieser Schärfe, ebenso dazu. Im
Grunde geht es ja nicht um eine nicht änderbare Situation,
sondern darum, eine Realität zu konfrontieren. Das gewöhnte
man vielen Menschen bereits als Kindern ab, und zwar
gründlich: sie lernten, dass sie nicht mehr geliebt werden,
wenn sie anders sind, als man (die Eltern, die Verwandten, die
Freunde) von ihnen erwartet. Damit sollte im Erwachsenleben
Schluss sein. Wir Radfahrer lassen uns vergiften, aber nicht
ohne Stimme.
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