O trübe diese Tage
nicht
O trübe diese Tage
nicht,
Sie sind der letzte
Sonnenschein,
Wie lange, und es
lischt das Licht
Und unser Winter
bricht herein.
Dies ist die Zeit, wo
jeder Tag
Viel Tage gilt in
seinem Wert,
Weil man's nicht mehr
erhoffen mag,
Dass so die Stunde
wiederkehrt.
Die Flut des Lebens ist
dahin,
Es ebbt in seinem Stolz
und Reiz,
Und sieh, es schleicht
in unsern Sinn
Ein banger, nie
gekannter Geiz.
Ein süßer Geiz, der
Stunden zählt
Und jede prüft auf
ihren Glanz,
O sorge, dass uns keine
fehlt
Und gönn' uns jede
Stunde ganz.
Theodor Fontane
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