... Samantha, ihrer Gans, die bereits seit 23 Jahren bei ihr lebt.
Sie und ihr (ich darf wohl sagen, leider verstorbener) Mann
hatten bei Wuppertal eine Landwirtschaft, und als sie nach
Herne zogen, wollten sie auch hier nicht ohne Tiere leben.
Ja, so ist das in unserer Welt - auf der einen Seite tobt das,
was man normales Leben nennt, auf der anderen Seite trifft
man immer wieder mal Menschen, die sich vor dem Wahnsinn in
eine kleine Nische retteten und unbeeindruckt das leben, was ich
"Liebe zum Leben" nenne. So kam es auch zu meinem Titel für
diese Seiten, "beruhigend", eben, dass Menschen vieles
zerstören können, vieles missachten, verraten und betrügen,
aber einige eben nicht. An denen gehen die Versuchungen
vorbei, die erhalten sich ihre Werte, leben Ideale, von denen sie
vielleicht nicht mal wissen, dass es welche sind.
Mich machte der kleine Blick in eine kleine unzerstörte (und
sicher auch unzerstörbare) Welt einfach nur glücklich.
Und was machte Susanne? Die nahm die Orchidee, die wir
unterwegs gekauft hatten, aus meinem Fahrradkorb und
drückte sie der Dame einfach in die Hand.
"So eine Orchidee wollte ich schon immer mal haben".
Mit diesen Worten - die, so finde ich, sehr viel vom Wesen
dieser Frau verraten - im Ohr fuhren wir nach Hause. Genau,
man braucht nicht viel zum Leben.
Das Bild unten, eine Samantha mit abgewendetem Kopf - für
den, der einen Beweis braucht, dass die Dame auch echt ist.
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