Die Kluterthöhle liegt in einer nach Norden abfallenden, etwa 12,5 m mächtigen Riffkalkschicht
und bedeckt darin eine Grundfläche von etwa 400 * 200 m. Geologisch gehören die Schichten
des Klutertberges zum Oberen Mitteldevon (Givet-Stufe), genauer zu den Honseler Schichten,
die vor ungefähr 370 Millionen Jahren im Meer gebildet wurden. Von Ost nach West ist die
Schicht in kleinere Sättel und Mulden gegliedert. Im Bereich der westlichsten Mulde
verschwinden die Schichten unter dem Karstwasserspiegel und tauchen erst in der
benachbarten Bismarckhöhle wieder auf.
Die Hohlräume der Höhle sind durch Laugung im Grundwasserbereich entstanden. Zu einem
Zeitpunkt, wo die Kalkschicht noch unter dem Grundwasserspiegel lag, drang aggressives, mit
Kohlensäure gesättigtes Wasser durch winzige Spalten in den Kalk ein und begann mit der
chemischen Lösung.
Im Laufe von geologischen Zeiträumen bildeten sich dann immer größere, komplett
wassergefüllte Gänge. Erst später, mit Hebung der Mittelgebirge und Eintiefung der Ennepe,
fiel die Höhle trocken.
Die heute noch in der Höhle fließenden Bäche haben nichts mit ihrer Entstehung zu tun, das
Wasser benutzt die vorhandenen Hohlräume lediglich. Ebenfalls erst nach dem Trockenfallen
der Hohlräume setzte, besonders in den hangnahen Bereichen, die Bildung von Tropfsteinen ein.
Leider wurden die Sinterformationen im Laufe der Jahrhunderte größtenteils von
Menschenhand zerstört. Lediglich an wenigen unzugänglichen Stellen und in benachbarten
Höhlen, die der Öffentlichkeit nie zugänglich waren, ist die volle Pracht der Sinterformen noch
zu bewundern.
|