Mineralogie
Chrysopras ist ein apfelgrüner Chalcedon, der seine Farbe durch
Nickel-Einlagerungen erhält. Er entsteht sekundär aus Kieselsäure-
Lösungen in der Oxidationszone von Nickel-Lagerstätten. Das von der
Kieselsäure aus dem Umgebungsgestein herausgelöste Nickel färbt
das Mineral nur so lange, wie auch Wasser im Kristallgitter des Steins
enthalten ist. Als erste Zwischenstufe entsteht so der zum
Verwechseln ähnliche Prasopal, der sich durch Wasserverlust in
Chrysopras umwandelt. Durch völlige Austrocknung verliert dieser
seine grüne Färbung und wird blaß.
Mythologie
In der Antike wurde Chrysopras der Venus zugeordnet. Er
repräsentierte jedoch nicht die körperliche Sinnlichkeit oder die Liebe
zum anderen Geschlecht, sondern »die höchste himmlische Liebe zur
Wahrheit«, wie es der Seher Emmanuel Swedenborg später
zusammenfaßte. Das zielt auf den Gerechtigkeitssinn, der ebenfalls ein
Attribut der Göttin Venus ist. Hildegard von Bingen spricht dem
Chrysopras eine entgiftende Wirkung zu und erwähnt insbesondere
auch seine Heilkraft bei Gicht. Weiterhin empfiehlt sie ihn zur
Linderung von Zorn bzw. dafür, daß im Zorn keine unbedachten Worte
ausgesprochen werden. Dies wiederum zeigt seine Verwandtschaft
zum Chalcedon.
Heilkunde
Spirituell
vermittelt Chrysopras die Erfahrung, Teil eines größeren Ganzen zu
sein. Er macht geistesgegenwärtig und lenkt unsere Aufmerksamkeit
auf die scheinbaren Zufälle, in welchen die Tätigkeit der geistigen
Welt erkannt werden kann. Chrysopras fördert eine einfache, kindliche
Weltsicht, in der Schutzengel und geistige Helfer kein Widerspruch zu
logisch-rationalen Überlegungen sind. Chrysopras verbindet
Wahrheitssuche mit Geduld, so daß man glücklich werden kann, auch
wenn man nur winzige Bruchteile des Universums versteht. Er fördert
den Sinn für Ästhetik, Kunst und Schönheit.
Seelisch
schenkt Chrysopras Vertrauen und Geborgenheit in sich selbst. Er hilft,
unabhängig von der Zuwendung anderer aus sich selbst heraus
zufrieden zu sein. Dadurch lindert er einerseits Eifersucht und
Liebeskummer und hilft andererseits bei sexuellen Problemen. So wie
er auch körperlich entgiftet, so befreit Chrysopras von belastenden
Bildern bzw. hilft, diese zu verarbeiten. Er beendet wiederkehrende
Alpträume, gerade auch bei Kindern, die nachts verstört weinend
erwachen und ihre Umgebung nicht erkennen.
Mental
hilft Chrysopras, egoistische Motivationen im Handeln zu erkennen und
sich selbst zu überprüfen, ob das reale Tun und Lassen im Einklang mit
den eigenen höheren Idealen ist. Er hilft, sich von zwanghaften
Handlungen, Verhaltens- und Denkmustern zu lösen. Bei negativen
Geisteshaltungen lenkt Chrysopras die Aufmerksamkeit auf positive
Ereignisse und verändert dadurch den »Wahrnehmungsfilter«, mit dem
man normalerweise die eigene innere Einstellung durch selektive
Wahrnehmung zu bestätigen sucht.
Körperlich
regt Chrysopras die Entgiftung und Entschlackung an. Selbst
Schwermetalle und andere schwer lösliche Stoffe werden
ausgeschieden. Dazu wird die Lebertätigkeit stark angeregt.
Krankheiten, die als Folge von Vergiftungen (auch starker
Medikamente) entstanden sind, können so geheilt werden. Chrysopras
lindert aus diesem Grund auch viele Hautkrankheiten, selbst manche
Formen der Neurodermitis, und hilft in Kombination mit Rauchquarz bei
Pilzinfektionen. Er fördert außerdem die Fruchtbarkeit der Frau, vor
allem, wenn Infektionen zu Unfruchtbarkeit geführt haben.
Anwendung
Chrysopras kann als Kette, Anhänger oder Handschmeichler lange Zeit
getragen oder direkt auf die betreffenden Körperregionen aufgelegt
werden. Unterstützt wird seine entschlackende Wirkung durch
Fastenkuren. Die stärkste Wirkung bei akuten Fällen besitzt das
Edelstein-Elixier.
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