Eigentlich gibt es immer einen konkreten Anlass für mich, einen bestimmten
Stein zu beschreiben, so auch beim Chalcit. Wir bekamen ein Kilo Orangen-
Calcit geliefert, und als Susanne über die Heilwirkungen gelesen hatte,
sagte, sie, wir würden einen Trommelstein davon brauchen, für Moritz. Klar,
was denn sonst, und ein paar Momente später hatte ich einen selbigen
gekauft (der die Tage per Post geliefert wird). Das ist er.
Der folgende Text stammt von der Seite
"Lebensquell". Ich finde ihn sehr informativ;
schaut mal selber auf die Seite.
Ein sehr beliebter Heilstein, den bereits
Hildegard von Bingen vor über 800 Jahren in
ihrem „Buch von den Steinen“ beschrieb, ist
der Calcit (Kalzit).
Der Name Calcit leitet sich vom Kalkstein ab (griech. chalix = kleiner Stein;
Kalk, lat. calx), der monomineralisch aus Calcit besteht. Aufgrund seines
Formenreichtums entstanden im Laufe der Zeit unzählige Synonyme:
Androdamas, Kalkspat, Perlmutterspat, Seekreide und Wasserstein sind
mit die bekanntesten. Fast ebenso viele Handelsnamen wurden erfunden:
Citrinocalcit (brauntransparent), Honig- bzw. Orangencalcit (orange/weiß),
Kobaltcalcit (violett), Riverstone (Calcit-Aragonit-Gemenge), aber auch
Namen wie Alabaster, Onyx-Marmor, Achat oder Jade wurden verwendet,
die im eigentlichen Sinne völlig andere Mineralien bezeichnen. Sehr
interessant ist auch ein Name des deutschen Volksmundes: Beinbruchstein!
Entstehung, Erscheinungsformen und Vorkommen
Calcit ist ein Calciumcarbonat mit trigonalem Kristallsystem und
unterschiedlichen Mengen von eingelagerten Mineralstoffen. Gelb-, Rot-
und Brauntöne entstehen dabei durch Eisenanteile, Mangan färbt den Stein
rosa bzw. grau bis schwarz, und Violett entsteht durch Kobalt.
Calcit wurde in großen Massen hauptsächlich durch Kalkablagerungen in
flachen Meeren gebildet, meist unter Mithilfe von lebenden Organismen wie
Muscheln, Schnecken, Korallen, Schwämmen usw., welche den Kalk für ihre
Skelette und Schalen aus dem Wasser ausfilterten. Nach deren Absterben
verdichtete sich die Kalksubstanz dann allmählich zu festem Gestein.
Bei einer anderen Entstehungsweise bilden sich schöne Kristalle und
teilweise große Kristallstufen aus heißen mineralischen Lösungen in
Gesteinshohlräumen, Klüften und Erzgängen, sowie durch Abscheidungen an
heißen vulkanischen Quellen.
Weiter kann hier - quasi als dritte Gruppe - der metamorphe Marmor
gelten, ein durch großen Druck und Hitze umgewandeltes Kalkgestein,
dessen Gefüge sich von winzigen, mit bloßem Auge nicht sichtbaren
Calcitkristallen in größere, körnig erscheinende Formen umkristallisiert hat.
Zusammen mit den vielen eingeschlossenen Mineralstoffen entsteht so die
typische „Marmorierung“ des Marmors.
Da Calcit das formenreichste Mineral überhaupt ist, erhielten viele seiner
Formvarietäten eigene Namen, was den Laien oft verwirrt: faserige und
blättrige Formen nennt man Atlas- bzw. Blätterspat, Kalksinter sind
Quellablagerungen mit deutlichen Bänderungen; es gibt säulenförmigen
Kanonenspat, die rosettenartige Spatrose sowie würfelförmigen,
stengeligen und dünnblättrigen (Schiefer)spat. Die Aufzählung ließe sich
noch beliebig fortsetzen. Eine besonders beliebte Form ist der
Doppelspat-Rhomboeder mit ausgeprägter Doppel-Lichtbrechung, der
industriell für optische Instrumente ein-gesetzt wird und aus dem
neuerdings schöne Formen mit faszinierenden Licht- /Farbreflektionen
geschliffen werden. (siehe Abbildung). Calcit-Vorkommen gibt es weltweit.
Hauptlieferländer sind Brasilien und die USA (Kristalle und Stufen) sowie
Mexiko (bunte Rohsteine).
Steinheilkundliche Wirkungen des Calcits
In der Volksheilkunde findet Calcit als Kalk, meistens in Form von
Hautaufstrichen, seit Jahrhunderten Verwendung; entsprechende Rezepte
finden sich auch bei Hildegard von Bingen. Als beliebtes „Zugmittel“ gegen
eitrige Geschwüre eingesetzt, führten sie allerdings oft zu Reizungen oder
Verätzungen der Haut.
Ursächlicher wäre eine Regulierung des Darms, die ebenfalls mit Hilfe von
Kalk bzw. Calcit erfolgen kann. Die richtige Zusammensetzung der
Darmflora ist für die abschließenden Verdauungsprozesse im Dickdarm
sehr wichtig. Haben sich die falschen Bakterien dort angesiedelt, kommt es
zu Fäulnisprozessen, Blähungen und Aufnahme von Giftstoffen ins Blut. Das
belastet wiederum die Leber, aber auch Lunge und Haut, die nun versuchen,
einen Teil der Ausscheidung zu übernehmen. Die Folge können
Verschleimungen der Atemwege, stark riechender Schweiß oder
Erkrankungen der Haut sein. Eine sanfte, doch sehr wirksame
Dickdarmregulierung kann mit mehreren farbigen Calcit-Rohstücken
erfolgen, die für längere Zeit (mehrere Wochen) in einen Krug mit Wasser
gelegt werden. Von diesem Wasser trinkt man täglich ein Glas, am besten
frühmorgens zwischen 05.00 und 06.00 Uhr, da nach der chinesischen
Organuhr dies die Stunde der aufsteigenden Dickdarm-Aktivität ist. Der
Calcit wirkt natürlich auch zu anderen Tageszeiten, jedoch zu dieser Stunde
besonders intensiv. Eine solche Calcit-Kur verbessert die Darmflora, hilft
sowohl bei Verstopfung als auch bei Durchfall und führt in der Folge auch
zur Stärkung der Leber, des Immunsystems und zu einer reineren Haut.
Calcit wirkt allgemein stoffwechselanregend und wachstumsfördernd bei
Kindern. Er regt die Blutgerinnung an, fördert die Heilung von Gewebe und
Knochen (Beinbruchstein), normalisiert den Herzrhythmus und stärkt das
Herz.
Mental fördert Calcit das Vermögen, Ideen in die Tat umzusetzen. Er
verbessert das Unterscheidungsvermögen und das Gedächtnis und macht
tüchtig und erfolgreich.
Emotional gibt Calcit Stabilität, Selbstvertrauen und Standhaftigkeit. Er
wirkt gegen Trägheit und stärkt die Fähigkeit zur Überwindung von
Hindernissen.
Spirituell wirkt Calcit sehr stark entwicklungsbeschleunigend, aber auch
drosselnd bei zu schnellen Prozessen. Besonders bei kleinen Kindern ist
dies feststellbar, aber auch bei Erwachsenen, die an keine positive
Wendung im Leben mehr glauben. So ist er ein idealer Stein für eine
harmonisch voranschreitende Entwicklung.
Anwendung
Calcit sollte als Kette, Anhänger und/oder Handschmeichler längere Zeit
(mehrere Monate) unmittelbar am Körper getragen werden. Als Essenz
oder Edelsteinwasser (siehe oben) eingenommen, ist seine Wirkung
schneller und stärker spürbar. In Absprache mit einem erfahrenen
Homöopathen kann bei passender Indikation auch das homöopathische
Medikament eingenommen werden (Calcium Carbonicum).
Verwechslungen und Fälschungen
Calcit kann als Trommelstein oder in verarbeiteten Formen leicht mit
anderen Mitgliedern seiner Familie, z.B. dem Aragonit, Dolomit, Magnesit
oder anderen Carbonaten verwechselt werden. Exakte Bestimmungen
können hier nur durch mineralogische Begutachtung erfolgen (Spaltbarkeit,
Löslichkeit, Dichte).
Als vielfach poröser Stein wird Calcit gerne gefärbt (rot, gelb, türkis,
grün, violett), seltener bestrahlt (erzeugt Gelb, Blau, Lila). Eine Erkennung
ist nur durch mineralogisch-gemmologische Untersuchungen möglich.
Reinigung
Schmutz und elektrostatische Ladung entfernt man am besten unter
fließendem kalten Wasser, dabei ca. 1 Minute kräftig reiben. Zur Löschung
aufgenommener Fremdinformation empfiehlt sich auch hier das Einlegen in
eine Amethystdruse - oder zwischen die Spitzen eines Drusenstückes - für
ca. 1 - 2 Tage (Grundreinigung). Bei häufigem Gebrauch des Steines sollte
er einmal wöchentlich für 1 - 2 Stunden in die Amethystdruse gelegt |