In dem Buch, das ich derzeit lese, stolperte ich über eine hübsche
kleine Geschichte, die ich unseren Lesern nicht vorenthalten
möchte. Vorweg schicke ich die Erklärung, dass den
strenggläubigen Buddhisten sowohl das Töten von Tieren, als auch
das Trinken alkoholischer Getränke untersagt ist. |
Einem buddhistischen Mönch wurde von einem bösen
Geist die Wahl zwischen drei Sünden gelassen: ein
Schaf zu töten, sein Keuschheitsgelübde zu brechen
oder Alkohol zu trinken. Nach langem Grübeln schreckte
der Mönch vor den ersten beiden Sünden zurück und
wählte die letzte als die scheinbar am wenigsten
folgenschwere. Aber als er betrunken war und in der
Aufregung alle Selbstbeherrschung verloren hatte, ging
er zum Weibe und tötete dann noch obendrein ein
Schaf, um seiner Geliebten ein Fest zu geben. |
Das ist doch sehr sinnig, oder? Das Thema "Alkohol" taucht bei uns
immer mal wieder auf. Wir trinken beide keinen Alkohol, Wolfgang schon
lange nicht mehr, und ich kaufte mir zuletzt zu Silvester ein Piccolo, das
immer noch in meinem Kühlschrank vor sich hin dümpelt. Trotz dieser
Abstinenz feierten wir ausgelassen, sangen laut und lachten so sehr,
dass ich fast auf allen Vieren zum Örtchen kriechen musste. Überhaupt
lachen wir gerne, und wenn wir Spaß haben, dann echten - und nicht
solchen, der auf den Genuss von 7 Tequila Sunrise beruht und mit
Kopfschmerzen und Übelkeit endet. |
Beim Einkaufen erzählte uns ein
sehr netter Iraker, dass heute
Frau Merkels Geburtstag ist.
Sicher gab es eine schöne Feier
mit einer Auswahl erlesener
Getränke. Die Obersten unseres
Landes gehen wie immer mit
gutem Beispiel voran. |
Vor ein paar Tagen beobachtete
ich im Freibad zufällig eine sehr
laute, auffällige Frau, die plötzlich
- sehr leise und heimlich - ihren
Kaffeebecher mit Wein aus dem
Tetrapack füllte. So saß sie denn
morgens um halb elf mit ihrem
Frühstückstrunk in der Sonne. |