| Was'n Tach! Wenn ich nicht wüsste, dass man solche Seiten wie diese |
gleich nach dem Erleben schreiben sollte, und wenn ich nicht wüßte, dass ganz
sicher einige Leute mehr als gewöhnlich auf diese Seite warten, würde ich
längst flach liegen und keinen Mucks mehr machen. Aber, na ja, schauen wir
mal, ob ich mein Erinnerungsvermögen in Worte fassen kann, die ich selber
einigermaßen verstehen. |
Es begann bereits vor zwei Wochen, als Susanne über den Termin
im Gysenberg "stolperte". Dass wir da mit unseren Steinen und
einigen anderen Klamotten hin gehen, schien für sie außer Frage zu
stehen: wir beide präsentieren uns. Klar doch, wir würden Spaß
haben und auch in anderer Hinsicht erfolgreich sein. Da ich in
meinem Leben bisher nur auf der Käuferseite der Tische gestanden
hatte, war ich ein bisschen nervös, auch, weil wir ja noch nicht so
lange mit den Edelsteinen zu tun haben und es sicher an einigem
Wissen mangelt. Die relativ lange Zeit bis zum Termin beruhigte
mich ein wenig. |
Es kam jedenfalls ein kleiner
Junge an unseren Stand, und
auch er bekam von Susanne
einen kleinen Stein
geschenkt, einen
"Glücksstein". "Was kostet
der" fragte er (nett, nicht
wahr), und ich sagte: "Der ist
geschenkt, sonst würde er
kein Glück bringen". Er
stutzte einen Moment, und
sagte dann: "Hilft der auch
bei meiner Klassenarbeit,
kann ich dann schneller
schreiben"? Und ich
antwortete ihm: "Ich konnte
schon mal so schnell
schreiben, dass ich mit dem
Lesen gar nicht hinterher
kam". |
Die Tage verflogen, und ich muss mal (wieder) sagen:
die Zeit mit Susanne ist seit einigen Monaten keine
normale Zeit mehr. Bei Glückszeit ticken die Uhren
anders, und zwar in doppelter Hinsicht. Einerseits
vergeht sie ganz, ganz langsam, und andererseits rast
sie an mir im D-Zugtempo vorbei. Bis zwei Tage vor
dem Termin hatten wir an Vorbereitungen so gut wie
nichts geschafft, und im Kopf formulierte ich für
Susanne schon tröstende Worte - blah, blah, macht ja
nix. |
Es kam anders. Susanne war es ernst, sie WOLLTE,
nein, sie wollte WIRKLICH !!! Nach unserem
abendlichen Telefonat, hatte sie mir plausibel
gemacht, wie das geht und das wir das einfach
schaffen - federleicht sozusagen. So kam es dann
auch. SIE machte die Edelsteinkarten fertig (und zwar
sehr toll), und sie hatte dazu den absoluten Nerv, mit
mir am Samstag noch eine Tour mit dem Rad nach
Herne zu machen (die übrigens so, so, so schön war -
da kommt demnächst eine Extra-Seite). |
Oben das Bild zeigt ein echt tolles Fundstück bei
einem Händler, der mit echten Antiquitäten und auch
Edelsteinen handelt. Das ist eine Skulptur (ein
besseres Wort fiel mir nicht ein) aus Ebenholz, zwei
Gesichter, die sich zärtlich und vertraut berühren.
Hätte ich gerne gekauft, nur die 80 Euro fehlten mir
zur Kaufentscheidung. |
Ich schaue ja
gerne mal hinter
die Kulissen. Da
stand ER, ganz
lieb, in der
Sonne, bis
Frauchen ihn
anblubberte mit
einem harschen
"Platz". Ja, der
Freund des
Menschen, er
hat manchmal
einiges
auszuhalten,
scheint aber
seine Welt
besser zu
verstehen, als
der "kulturell"
gestylte
Mensch die
seine. |
Das Schild entdeckte ich natürlich
sofort, als ich am Nachbarstand lange
Augen machte. Echt, so ist das bei uns
auch. Wir gehen einen Weg, einen sehr
schönen, für mich auch sehr wichtigen
Weg, an dessen Wegesrand
geschrieben steht: was kümmert es
eine deutsche Eiche, wenn sich eine
Wildsau dran scheuert. Kar, klingt ein
bisschen grob, aber ganz sicher ist,
man kann es den Zuschauern ohnhin
niemals recht machen. Ein wenig passt
der nebenstehende Schnappschuss. |
Also, bis Samstag Nacht um 2 Uhr saßen wir am
Rechner, hatten vorher natürlich den Verkaufskram in
Waschkörben zusammen gepackt, und morgens um
sieben Uhr klingelte der Wecker. Zack, Kaffe kochen,
Bütterchen schmieren und ab in den Gysenberg.
Spätestens um neun Uhr sollten wir dort sein - und es
war wohl gerade neun Uhr, als wir unser Auto auf der
Wiese parkten, wo uns am Vortag der Mitarbeiter von
der Expo den Platz zugewiesen hatte. Das Bild rechts
durfte ich von den beiden machen, eine Erinnerung an
einen wirklich bemerkenswerten jungen Mann, der uns
mit seiner Freundlichkeit begeisterte: klares Gesicht,
klare Worte - herzlichen Dank! Zum Ende des
Flohmarktes hatten wir das Glück, ihm noch nochmals
zu begegnen, und er nahm sich die Zeit für ein
intensives Gespräch, das zu seiner "Ausstrahlung"
genau passte. |
Genug der Bescheidenheit: jetzt kommen wir! |
Jetzt kommen ein paar "Seitenblicke", wie es am
Rande eines Flohmarktes auch aussehen kann. Wahr-
scheinlich gibt's das nur im Revierpark Gysenberg. |
Über mangelndes Interess können wir uns nicht
beklagen. Viele Menschen blieben bei uns stehen
und ließen sich über die heilenden Wirkungen der
Edelsteine beraten - jung und "alt" gleichermassen.
und allesamt sehr nett. |