Zum Fliegen braucht man auch
kleine Federn

Kakteenkunst

Hier mal eine Pflegenaleitung für Kakteen in kurzer und übersichtlicher Form. Ich fand sie im Netz, die Darstellung einer Kakteengärtnerei:

Unter dem Begriff Sukkulenten versteht man Pflanzen, die sich dem Leben in den Trockengebieten der Erde angepasst haben. Sie haben ihre Pflanzenorgane wie Stamm, Blatt oder Wurzel in Saftspeicher umgebildet. Dieses Anpassen durch Speicherung nennt man Sukkulenz.

Sukkulenten leben auf allen 5 Erdteilen Sie bewohnen Wüsten, Halbwüsten, Grassteppen und Felsenpartien in den Gebirgen. Die Gemeinsamkeit dieser Gebiete sind:

    * hohe Tagestemperatur
    * starke Abkühlung in der Nacht (Taubildung)
    * starke Sonnenbestrahlung (ca. 3'000 Std. pro Jahr)

Zu den Sukkulenten zählt man ca. 50 nicht miteinander verwandte Pflanzenfamilien. Die Kakteen sind die wohl bekanntesten. Die Kakteen sind ausschliesslich auf dem amerikanischen Kontinent beheimatet. Andere Pflanzenfamilien wie Korbblütler und Wolfsmilchgewächse haben eine weltweite Verbreitung.

Standort in der Wohnung
Der ideale Standort ist ein heller Platz mit guter Belüftungsmöglichkeit. Vom Frühjahr bis im Herbst können die Pflanzen auch draussen auf dem Balkon oder im Garten gehalten werden. Eventuell müssen die Pflanzen die ersten Tage leicht schattiert werden. Grossflächige Pflanzen wie Opuntien sind besonders anfällig gegen Sonnenbrand.





















Düngen
In der Wachstumszeit, von Frühjahr bis Herbst, alle zwei Wochen mit Kakteendünger düngen. Kakteendünger enthält wenig Stickstoff, aber viel Kali, Phosphor und Spurenelemente. Achtung, nie trockene Wurzelballen düngen (Wurzelverbrennungen).



































Schädlinge und Krankheiten
Schildläuse sind schwer zu bekämpfende Schädlinge. Die alten Tiere leben unter einer Hornplatte. Woll- und Schmierläuse verstecken sich unter Stacheln und Haaren und werden besonders bei weiss behaarten Arten erst spät entdeckt. Trockenheit fördert ihr Auftreten.

Spinnmilben sind eine 0,5 mm kleine Milbenart, die in sehr grosser Stückzahl auftreten. Es sind typische Sommerschädlinge, die sich bei hohen Temperaturen und niederer Luftfeuchtigkeit stark vermehren. Wurzelläuse treten meist im Winter auf und verschwinden im Frühjahr nach mehrmaligen Giessen. Wird jedoch mit einem Insektizid gegossen, muss der Ballen vorher angefeuchtet werden, da sonst Wurzelschäden entstehen.

Die meisten Krankheiten und Schädlinge lassen sich durch eine gute Pflege und Kulturhygiene vermeiden. Gesunde, gut kultivierte Pflanzen werden weniger befallen. Kranke Pflanzen sofort entfernen, neue oder saubere Pflanzengefässe verwenden, sterile Erde.

Die meisten Krankheiten sind Folgeerscheinungen von falscher Pflege und falschen Standort.

Zuviel Wasser = Fäulnis zu kühler Standort = Verkorkung Zu niedere Luftfeuchtigkeit und hohe Temperaturen = Spinnmilben lange Trockenheit = Woll- und Wurzelläuse. Bei Bedarf können Spritzmittel im Fachhandel bezogen werden. Dosierung bitte beachten.




























Überwintern von Sukkulenten
Grundsätzlich ist für die meisten Arten ein Absenken der Temperatur und eine Reduktion des Wassers vorteilhaft.

Blattabwerfende Arten wie Jattopha, können wie Kakteen kühl und hell überwintert werden. Einige Arten wie Euphorbia, Pachypodium und Haworthia wachsen ganzjährig und haben bei geringerem Licht einen reduzierten Wasserbedarf. Kakteen und Sukkulenten in den Wintermonaten nicht düngen.


Bitte bedenken Sie beim Kauf von Kakteen und Sukkulenten, dass diese Pflanzen viel Licht brauchen. Temperaturschwankungen und niedrige Temperaturen schaden den meisten Arten nicht. Der Wasserbedarf ist den Bedürfnissen anzupassen. Spezielle Glühbirnen für Pflanzen helfen den hohen Lichtbedarf zu decken.

Pflanzen

Kakteen


Menüknopf
Sukaflorag

Allgemeine Pflege

Giessen
Es gibt keine feste Regel. Das Giessen richtet sich nach Standort, Witterung, Topfart und Grösse der Pflanzen. Pflanzen in Tontöpfen benötigen mehr Wasser als Pflanzen in Plastiktöpfen.
Mit Beginn der Vegetationszeit im Frühjahr muss regelmässig gegossen werden. Der Boden sollte nicht mehr ganz austrocknen. Mit Beendigung des Wachstums, etwa ab Oktober, ist das Giessen zu reduzieren oder je nach Winterquartier ganz einzustellen.
Als Wasser eignet sich Regenwasser oder abgekühltes Boilerwasser. Das Leitungswasser ist meist zu kalkhaltig. Zum Giessen ist handwarmes Wasser zu verwenden.

Umtopfen
Die beste Zeit ist im Frühjahr, möglichst nach der Blüte. Die Pflanzen wachsen bis zum Herbst sicher an. Umtopfen im Herbst erhöht die Gefahr von Überwinterungsschäden.

Die Erde sollte wasserdurchlässig sein. Dies erreicht man durch das beimischen von Quarz, feinem Granit, Ziegelsplit oder Leca. Reine Torfsubstrate verschlammen meist nach kurzer Zeit.

Zum Umtopfen eignen sich Ton- oder Plastiktöpfe. Plastiktöpfe haben keine poröse Aussenhaut. Sie verdunsten weniger Wasser, dadurch muss weniger gegossen werden. Die Pflanzen wachsen schneller an, denn es gibt keine Verdunstungskälte. Tontöpfe eignen sich besonders für grössere Pflanzen, denn sie gewähren eine bessere Standfestigkeist. Ein Einsenken im Sommer ist vorteilhaft.

Überwinterung der Kakteen
Die meisten Kakteen richten ihr Wachstum stark nach der Lichtintensität. Da das Licht bei uns in der Zeit von November bis Ende Februar für ein Wachstum nicht ausreicht, halten die Pflanzen Winterruhe. Der ideale Überwinterungsplatz ist hell und hat eine Temperatur von 8 -10° C. Das vegetative Wachstum ist eingestellt und die Blütenbildung für das kommende Jahr wird stark gefördert.
Steht kein heller und kühler Platz zur Verfügung, geht zur Not für robuste Arten auch eine sehr kühler dunkler Platz. Die Pflanzen dürfen ab Ende September nicht mehr gegossen werden und können ab November absolut trocken, dunkel, bei ca. 4° C bis im Februar gelagert werden. Beim Aufstellen im Hellen, Achtung von Sonnenbrand. Absolut ungeeignet sind dunkle und warme Standorte.

Ist ein Überwintern nicht möglich, können die Pflanzen so hell wie möglich, mit einem Minimum an Wasser durchkultiviert werden.

Ausnahmen sind z.B. Weihnachtskakteen und einige in Brasilien beheimatete Kakteen wie Melocactus und Discocactus, die nicht unter 16° C stehen sollten und auch mässig feucht gehalten werden, sonst erleiden sie Wurzelschäden.

Achten Sie beim Kauf von Kakteen und Sukkulenten darauf, dass die Pflanzen gesund, gut bewurzelt und arttypisch gewachsen sind. Dünne und unter Lichtmangel gewachsene Pflanzen sind nicht nur unschön, sie sind besonders anfällig gegen Krankheiten und Schädlinge.