Für den Notocactus fand ich auf dieser Seite wertvolle
Hinweise zu Kultur und Pflege.
Erdmischung
Notokakteen sollen in einem gut durchlässigen Boden mit
reichlich organischem Material wachsen. Er muß einen
niedrigen pH-Wert unter 6.0, d.h. leicht sauer, haben. Ich
benutze dazu eine Erdmischung aus 2 Teilen John Innes no.
2, einen Teil groben Kies und einen Teil Torf. Diese Erde
ist ein guter Ausgangspunkt, neigt aber vor allem dann
dazu alkalisch zu werden, wenn Leitungswasser anstatt
Regenwasser verwendet wird. Als Gegenmaßnahme
benötigen wir eine Möglichkeit der Ansäuerung. Dies kann
durch handelsübliche Produkte zur Bodenansäuerung, wie
sie für Azaleen, Rhododendren und andere säureliebende
Pflanzen angeboten werden, oder durch direkte Zugabe
von kleinen Mengen Säure in das Wasser geschehen.
Letztere Methode benötigt allerdings Spezialchemikalien
oder ein pH-Meter um den pH-Wert zu testen und
sicherzustellen, daß die richtige Menge an Säure
zugegeben wurde. Meistens ist diese Methode deshalb
nichts für uns.
Pflanzgefäß
Ich nehme für die meisten meiner Pflanzen viereckige
Kunststofftöpfe. Für größere, gruppenbildende Pflanzen
nehme ich runde Kunststofftöpfe. Man verwendet
optimalerweise kleine Töpfe, da Notokakteen im
allgemeinen ein flaches Wurzelsystem haben. Ich empfehle
keine Tontöpfe, da diese zu schnell austrocknen und damit
das feine Wurzelsystem schädigen.
Umtopfen
Beim Umtopfen lege ich einige Stücke Kies (6 mm Ø ) auf
den Topfboden um zu verhindern, daß der Boden beim
Gießen ausgewaschen wird. Diese bedecke ich mit einer
Schicht von ca. 1 cm der Erdmischung und halte die Pflanze
so in den Topf, daß das "Genick" der Pflanze knapp unter
der Topfkante ist. Dann wird die restliche Erde bis auf
ungefähr 1 cm unterhalb des "Genicks" um die Pflanze
gefüllt und leicht angedrückt. Der Rest wird mit
demselben groben Splitt aufgefüllt, den man für die
Erdmischung verwendet. Ich besprühe die Pflanze dann
ganz leicht mit Wasser um die Erde vom Körper zu
entfernen.
"Ein Platz an der Sonne"
Die meisten Pflanzen können wirklich in der vollen Sonne
stehen, eine Ausnahme bilden vielleicht einige der Pflanzen
um N. ottonis, diese benötigen etwas Schatten. Stehen die
Pflanze in der vollen Sonne, sehen sie gesünder aus und
bekommen eine kräftigere und farbigere Bestachelung.
Einige Arten der Untergattung Eriocactus wachsen am
Heimatstandort an Abhängen und richten ihren
Wachstumspunkt ganz natürlich zur Sonne aus. Dies ist das
natürliche Aussehen und kein Zeichen für einen Mangel an
Sonne.
Dieses Jahr (1999) habe ich alle Paucispini, d.h. Pflanzen um
N. ottonis, außerhalb des Gewächshauses in die vollen Sonne
gestellt und es scheint ihnen besser zu bekommen als im
Gewächshaus. Nur gegen längere Regenfälle müssen sie
geschützt werden.
Alle Arten von Notokakteen können Wintertemperaturen
von bis zu 5 °C aushalten, die Ausnahme bildet N.
magnificus der unterhalb von 10 °C braune Flecken
bekommt. Deshalb bringe ich diese Pflanze den Winter
über ins Haus.
Bewässerung
Der wichtigste Punkt für eine erfolgreiche Pflege aller
Arten von Notokakteen ist die Versorgung mit ausreichend
Wasser. Wie wir in den Bildern gesehen haben, bekommen
alle Arten von Notokakteen das ganze Jahr über eine ganz
beachtliche Menge an Wasser. Unglücklicherweise für uns
Züchter verursacht eben genau das die Probleme in der
Pflege. Alle Notokakteen müssen das ganze Jahr über
Wasser bekommen, sonst trocknen die Wurzeln aus und
sterben ab. Dadurch hören sie auf zu wachsen oder gehen
ein. Deshalb müssen wir im Winter während Perioden mit
wärmerem Wetter geringe Mengen an Wasser geben. Wie
bei allen anderen Kakteen ist es sehr wichtig, daß die
Pflanzen nicht im Wasser stehen; es soll nur soviel
gegossen werden, daß die Wurzeln vor dem Austrocknen
geschützt sind.
Normalerweise gebe ich meinen Pflanzen bei jedem dritten
Gießen eine auf die Hälfte verdünnte Düngermenge. Ich
versuche dabei zwischen den beiden sauren Düngern
Phostrogen und ICI Miracid zu wechseln. Benutze ich nur
ICI Miracid bekommen manche Pflanzen gelbliche Wolle in
den Areolen. Dagegen besprühe ich die Pflanzen zusätzlich
mit klarem Wasser.
Diese Ratschläge gelten für den Großteil aller
Notokakteen. Es gibt aber wie immer einige Pflanzen die
eine spezielle Anforderungen stellen.
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