Die wissen noch mehr:
Einer Legende zufolge entstand Johanniskraut aus dem
Blut Johannes des Täufers. Die Namen und die Legende
gründen möglicherweise in folgendem Phänomen: Wenn man
die sonnengelben Blüten des Johanniskrauts zwischen
seinen Fingerkuppen zerreibt, tritt ein Saft aus, der die
Haut blutrot anfärbt. Ursache ist der blutrote Farbstoff
Hypericin, ein Flavonoid, der neben den ätherischen Ölen
und Gerbstoffen für die Wirkungen des Johanniskrautes
verantwortlich ist.
Johanniskraut wirkt stimmungsaufhellend und
antidepressiv. Es hat eine allgemein stärkende Wirkung und
wird daher bei geistiger Erschöpfung, Blutarmut und nach
schweren Krankheiten zur Rekonvaleszenz eingesetzt.
Auch als Wundheilmittel ist Johanniskraut sehr wertvoll, es
wirkt schmerzstillend, entzündungshemmend und heilend
beispielsweise bei Sonnenbrand.
In der Volksheilkunde setzt man Johanniskraut-Öl bereits
seit der Antike ein, um schlecht heilende Wunden,
Verbrennungen und Geschwüre zu behandeln. Seit etwa 150
Jahren findet der verdünnte Pflanzenextrakt zudem
Anwendung in der Homöopathie zur Behandlung von
schmerzenden Nervenverletzungen zum Beispiel bei
Hautquetschungen. Hellhäutige Menschen sollten während
der Einnahme von Johanniskraut starke Sonnenbestrahlung,
Solarien und Höhensonne meiden. Es kann eine erhöhte
Empfindlichkeit gegenüber Lichteinstrahlung entstehen.
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