Zum Fliegen braucht man auch kleine Federn

Gaumenfreuden      Marmeladen, Konfitüren & Gelees

Sieht das nicht prächtig aus?

So schmeckt der Sommer, so sieht er aus, so riecht er. Hierin ist die Kraft der Sonne gespeichert, die Wärme und die Süße eines Sommertages. Und es gehört zu unseren größten Freuden, die Früchte, die die Natur uns schenkt, zu sammeln und einen Sommersonnenspeicher für die kalten und nassen Tage anzulegen, die der Herbst und der Winter uns bringen werden. Was früher eine Notwendigkeit war, ist aber heute eher ein Hobby. Längst ist es kein "Muss" mehr, selbst Wintervorräte anzulegen. Viel einfacher und bequemer ist es, im Supermarkt die Gläser aus den Regalen zu klauben. Leider gehen aber so auch die Kenntnisse über die Haltbarmachung verloren.  Wer weiß, vielleicht braucht man sie ja doch einmal. Deshalb geben wir hier gerne einige Tipps und Hinweise zur eigenen Herstellung von köstlichen Fruchtaufstrichen.


Marmelade einkochen ist ein Weg mit den Jahreszeiten mitzuschwingen. Düfte und Geschmäcker eines heißen Sommertages begleiten dann auf wahrlich lustvolle Weise den Jahresablauf…

Nicht nur der Mensch weiß, was gut schmeckt...

Die Vorbereitung

- Nur frisches Obst, am besten sofort nach der Ernte verwenden;
-Früchte unzerkleinert waschen, eventuell schlechte Stellen entfernen;
-angefaultes oder angeschimmeltes Obst darf nicht mehr verwendet werden;
-Gläser, Flaschen und alle anderen benutzten Geräte müssen äußerst gründlich gereinigt werden. Also in heißem Wasser mit Spülmittel abwaschen und mit klarem, sehr heißem Wasser nachspülen. Wir benutzen stets Schraubgläser, die wir das ganze Jahr über sammeln und von Freunden und Nachbarn geschenkt bekommen. Diese spülen wir wie oben beschrieben direkt vor dem Gebrauch und lassen sie bis zum Befüllen im heißen Wasser, holen sie mit einem Kochlöffelstiel heraus und lassen sie kurz abtropfen. Mit den Deckeln halten wir es genau so. Mit dieser Methode war bei den sicher hunderten von Gläsern, die wir eingekocht haben, erst ein einziges verdorben, vielleicht weil es nicht gut verschlossen war.

Köstliche weiße Johannisbeeren

Das Gelieren

Zum Gelieren benutzen wir zwei Verfahren:

- Gelierzucker, also Pektin, welches aus Früchten gewonnen wird. Es handelt sich um ein ganz natürliches Produkt und nicht irgendeine Chemikalie. Für unser Johannisbeergelee nahmen wir z. B.  Gelierzucker 2:1, weil wir das fruchtig-säuerliche lieben, und auf unnötigen Zucker verzichten wollen.

- Agar Agar, ein aus Meeresalgen gewonnener, ebenfalls natürlicher Stoff. Mit Agar Agar sind wir ganz frei zu entscheiden, wieviel Zucker wir für die Verarbeitung der Früchte nehmen möchten. und die Ergebnisse mit diesem Stoff sind einfach toll. Die Aufstriche werden sehr cremig und streichfähig - sofern man richtig damit umgeht. Gute Informationen zu Agar Agar gibt es auf der Seite GÄA e.V.

14. Juli 2009

Im Schrebergarten "Auf der Kuhle", den wir immer wieder gerne besuchen, erzählte uns ein aus der Ukraine stammender Mann, dass er Beeren ganz ohne Kochen konserviert, indem er sie mit der doppelten Menge Zucker vermischt und dann püriert. So hielten sie sich ein ganzes Jahr. Das wollen wir natürlich ausprobieren, weil wir immer offen sind für Neues und gerne experimentieren. Das Ergebnis wird sicher sehr süß sein - aber besser als die Naschereien, die man in den Supermarktregalen findet, ist es sicher.

Drei Fotos, die Vorgestern "Auf der Kuhle" entstanden. Einfach so, zum Freuen.

Brombeeren

Ein toller Ausflug und das Rezept für "unsere" Brombeermarmelade mit Agar Agar.

Menüknopf

Ein Rezept für Schlehensaft, aus dem man dann auch Gelee kochen kann.

Schlehen