Wir möchten hier mal kurz anmerken, dass wir keinem "Lager" angehören,
nicht politisch in einer Partei und nicht religiös im Sinne eines Glaubens
sind. Für mich nehme ich in Anspruch, ein freier Geist zu sein, der sich
niemandem und nichts verpflichtet fühlt, der sein Denken nach eben diesem
"Gefühl" ausrichtet. Bedeutet in der Praxis, ALLES zur Kenntnis zu nehmen,
was an Informationen am Wegesrand erscheint und objektiv zu prüfen, was
"da dran ist". Insofern entspricht unsere Themenauswahl unserem Weg, den
wir gemeinsam gehen.
Gestern geriet erneut Gurdjieff in meinen Blick. Vor ein paar Jahren schon
mal, da las ich ein Buch von Ouspensky, der mit Gurdjieff ein Stück des
Weges gemeinsam ging. Aber warum ich jetzt diese Seite mache, liegt eher
an der Information, die ich bei Wikipedia fand, dass Gurdjieff uns das
Wissen vom "Enneagramm" in die westliche Kultur brachte. Dieses Wort
tauchte das erste Mal durch Susanne in meinem Leben auf; sie fragte, ob ich
das kenne. Nein, kannte ich nicht, aber sie hatte ein Buch gelesen bzw. las es
noch, "Die Enneagrammtypen im Leben, in der Literatur und in klinischer
Praxis", von Claudio Naranjo und Andrea Emerich.
Na ja, wie die Wege so vor einem auftauchen. Während Susanne am Rechner
saß, lag ich auf dem Bett, griff nach einem Buch und las ein paar Seiten von
einem Therapeuten, der vor ein paar Wochen unsere Aufmerksamkeit erregt
hatte: Peter Schellenbaum. Und der schreibt auf Seite 53 (in seinem Buch
"Die Wunde der Ungeliebten"):
Kürzlich sah ich Peter Brooks Film "Meeting with remarkable men", der das
Leben des russischen Wahrheitssuchers Gurdjieff nach dessen gleichnamiger
Autobiografie schildert. Gurdjieff war, wie ein Freund mir sagte, mehrere
Jahre lang Brooks Lehrmeister.
Zitatende.
Und wir hatten nichts Besseres zu tun, als nach diesem Film Ausschau zu
halten. Ja, und wir fanden ihn bei Google. Wer ihn sich anschauen möchte,
bitte sehr;
ist leider in nicht so guter Qualität.
Wikipedia schreibt, die Quellen von Gurdjieffs Werk/Lehre seien:
... Elemente des Sufismus (islamische Mystik), gewisser buddhistischer und
hinduistischer Traditionen sowie essenisch-christlicher Mystik. Es gibt auch
Anhaltspunkte für einen nicht unbedeutenden pythagoräischen Einfluss,
betrachtet man etwa die deutliche Affinität bei den mathematisch-
systemischen Lehren wie z. B. dem Gesetz der Oktave sowie den
musikalischen Werken Gurdjieffs.
Der Vierte Weg
Gurdjieff spricht von einem Vierten Weg als Synthese und Weiterent-
wicklung der drei traditionellen Wege zur Evolution des Denkens (Yogi), des
Fühlens (Mönch) und des Körpers (Fakir). Demnach verläuft der Vierte Weg
im täglichen Leben – nicht etwa hinter Klostermauern oder im fernen
Himalaya – und in 3 idealerweise synchronen Linien unter der Führung eines
erfahrenen Lehrers:
* der bewussten Auseinandersetzung mit (oder Arbeit an) sich selbst
* der gemeinsamen Arbeit und des bewussten Austausches mit
Gleichgesinnten
* der Arbeit für die Schule bzw. die Lehre
Wesentliche Elemente dieser Arbeit sind:
* die beständige Übung einer besonderen, inneren Achtsamkeit (Sich
seiner selbst erinnern)
* die Nicht-Identifikation, z. B. mit Vorlieben und Abneigungen
(Bewusstes Leiden)
* das praktische Studium und die Verifikation (also die ganzheitliche
Erfahrung) universaler Gesetzmäßigkeiten, wie sie im Enneagramm und im
sogenannten Schöpfungsstrahl von Gurdjieff dargestellt wurden
Die Beschreibung von Georges I. Gurdjieff und seinem Werk ist
besonders gelungen auf den Seiten von Bruno Martin. Respekt! Was
ich hier gestalten konnte ist nur eine relativ oberflächliche
Darstellung. Also, wer konkretere Informationen möchte, gehe auf
diese Seite.
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