... überall in Deutschland
gehören bunt kostümierte
Sternsinger in dieser Woche
zum Straßenbild. Zwischen
Neujahr und dem 6. Januar,
dem kirchlichen Hochfest
„Erscheinung des Herrn“,
ziehen sie bei Wind und
Wetter von Haus zu Haus. Sie
singen vor Tannenbäumen und
Krippen, verbreiten
Weihrauchduft in Geschäften,
Altenheimen oder
Krankenhäusern, posieren mit
Politikern und Bischöfen.
Ehe sie weiterziehen,
hinterlassen sie meist auf dem
Türsturz einen Schriftzug:
„20 C+M+B 08“. Die Zahlen
stehen für das neue Jahr, die
Buchstaben freilich nicht für
Caspar, Melchior und
Balthasar, wie die „Heiligen
Drei Könige“ der Legende nach
hießen, die nach der biblischen
Überlieferung einem Stern
folgten und denen sich Gott
als Menschenkind in Bethlehem
offenbarte. Nein, CMB, das
müssen schon die jüngsten
Sternsinger wissen, ist die
Abkürzung für den Wunsch,
der Segen Gottes möge auf
diesem Haus ruhen: Christus
mansionem benedicat.
Zitiert aus FAZ - Frankfurter
Allgemeine
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