Zum Fliegen braucht man auch kleine Federn

Reisbericht

 Kappadokien
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Ich verstehe mich mit Türken sehr gut, aber

viel vom Land weiß ich ehrlich gesagt nicht. Vor ein paar Wochen war meine Freundin Brigitte in Instanbul, und sie schwärmte. Okay, ich reise ja auch gerne, aber derzeit sitze ich hier im Ruhrgebiet fest im Sattel und gestalte gerne diese Seite - ganz ohne Fernweh!.


3. Dezember 2009

Türkei: Kappadokiens Traumwelt aus Stein
Lava, Wasser und Wind haben in Anatolien eine bizarre Skulpturenlandschaft geschaffen. Auch ein Blick in die Innenwelt der Felsen lohnt sich: In den unzähligen Höhlen finden sich Spuren vieler Kulturen, darunter über 1000 christliche Kirchen.

Als der französische Forscher Paul Lucas 1712 von einer Reise nach "Natolia" zurückkehrte, berichtete er: "Ich bin schon weit gereist, aber etwas Ähnliches habe ich noch nie gesehen. Tausende von Felspyramiden, manche sehen aus wie Hüte, manche wie knieende Frauen, nackt und in anzüglichen Posen." Der Sonnenkönig Ludwig XIV., der ihn geschickt hatte, strich ihm aufgrund dieser unglaublichen Schilderungen erstmal alle künftigen Reisespesen. Lucas indes hatte mit seiner grundsätzlichen Vermutung recht: Eine Felsenlandschaft wie die Kappadokiens ist wirklich einmalig auf der Welt.

Ein Kunstwerk der Natur
Vor einigen Millionen Jahren brodelte die Erde zwischen den heutigen Städten Kayseri, Aksaray und Nigde in Zentralanatolien. Bis ins zweite Jahrtausend vor Christus hinein überzogen die Vulkane Erciyes und Hasan das Land mit Lava und Tuffasche. Der Auswurf verdichtete sich über Jahrhunderte zu Gestein unterschiedlicher Härtegrade. Nachdem die Vulkane erloschen waren, nahmen Wind und Wasser ihre Arbeit auf. Regenfälle und Flussläufe wuschen die Felsen aus, gruben sich in die unteren, weichen Gesteinsschichten, ließen die härteren stehen und schafften so die Mützenberge und Riesenpilze. Die Türken nennen sie getreu ihres märchenhaften Aussehens peri bacalar, "Feenkamine".

Das organische Gesamtkunstwerk ist heute noch im Werden. Der Reisende merkt das vor allem an dem Staub, der beständig seine Schuhe füllt. Vorausgesetzt, er läuft. Die meisten, die nach Kappadokien kommen, fahren. Mit großen und kleinen Bussen rasen sie durch dieses nur 95 Quadratkilometer große Gebiet, von einem Aussichtspunkt zum nächsten, um das seit 1985 von der Unesco ausgewiesene Natur- und Kulturerbe zu bestaunen. Es gibt viele Parkplätze am Rande der gut ausgebauten Straßen, die die Hauptsehenswürdigkeiten Kappadokiens verbinden. Jeder neue Stopp garantiert einen spektakulären Blick, umrahmt allerdings von Souvenirständen und Teebuden.

Der Text stammt von
GEO-Reisen.

Wer weitere Informationen möchte, hier ist ein
LINK zu einem Reiseführer, den man sich kostenlos herunter laden kann.

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